Klima-Hotspot Alpen – Wandern im Engadin

Die Alpen sind ein Sehnsuchtsort zum Wandern, Bergsteigen und für unvergessliche Naturerlebnisse. Doch die Bergwelt, wie wir sie kennen, verändert sich rasant. In der SRF-Einstein-Dokumentation «Klima-Hotspot Alpen – Wandern im Engadin» wird sichtbar, welche Folgen der Klimawandel bereits heute für die Schweizer Alpen hat.

Mit dabei ist unter anderem der Glaziologe Felix Keller. Die Dokumentation führt zur Tuoi-Hütte am Piz Buin und zeigt eindrücklich, wie sich die Landschaft verändert: Die Waldgrenze liegt mittlerweile bei rund 2400 Metern, Wanderwege müssen wegen Felssturzgefahr gesperrt werden und auch SAC-Hütten stehen vor neuen Herausforderungen.

Besonders problematisch ist der tauende Permafrost. Er kann Hänge destabilisieren und das Risiko für Felsstürze und Murgänge erhöhen. Von 152 SAC-Hütten könnten 65 durch tauenden Permafrost gefährdet sein. Gleichzeitig ist die Wasserversorgung bei vielen Hütten bereits problematisch.

Die Gletscher verschwinden

Besonders deutlich wird der Wandel beim Blick auf die Gletscher: Seit Beginn der Messungen in der Schweiz im Jahr 1850 sind bereits gut 1000 Gletscher verschwunden. Seit 2023 ist zudem weniger als die Hälfte der damaligen Gletscherfläche übrig. Allein in diesem Sommer sind laut der Dokumentation 30 weitere Gletscher verschwunden.

Und die Prognosen sehen nicht besser aus: Setzt sich die Erwärmung fort, könnten bis 2100 fast alle Gletscher der Schweiz Geschichte sein. Damit verlieren wir nicht nur beeindruckende Landschaften, Gletscher sind auch ein wichtiger Teil des Wasserkreislaufs und prägen die alpine Landschaft und ihre Ökosysteme. 

Die Dokumentation zeigt eindrücklich: Der Klimawandel verändert nicht nur unsere Gletscher, sondern die gesamte alpine Landschaft, und damit auch das Wandern und Leben in den Bergen.

📺 Wer den Beitrag letzte Woche verpasst hat, kann ihn weiterhin auf SRF anschauen: SRF Einstein – «Klima-Hotspot Alpen»

 

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